Jetzschmann, Oskar


Biografische Daten:

Name:Jetzschmann, Friedrich Hermann Oskar
Geboren:13. September 1874 in Wendisch-Drehna
Berufe:gelernter Schlosser, Bahnschlosser, Lokheizer, Lokomotivführer
Wohnorte:St. Wedel (1898)
Hanau (ab 1908)
Hanau, Limesstr. 62 (1936)
Bahnbeginn:18. November 1897
Gewerkschaft:DEV / EdED
Funktion:1928 – 1933 Geschäftsführer des EdED in Hanau
Partei:SPD
Funktion:keine bekannt
Widerstand:illegale Aktivitäten für die SPD
Verfolgung:am 9. April 1936 von der Gestapo in Hanau verhaftet und ins Untersuchungsgefängnis der Stadt gesperrt
Gestorben:Oskar Jetzschmann starb am 1. Mai 1936 im Gefängnis Hanau. Als Todesursache wird in der Sterbeurkunde, die im Hanauer Stadtarchiv hinterlegt ist, „Schlaganfall“ angegeben.
weitere Infos:Er war seit 10. Dezember 1898 mit Luise Jetzschmann, geborene Ullrich, verheiratet. Das Paar hatte drei Kinder, darunter Oskar Jetzschmann (junior), der dem Euthanasieprogram zum Opfer fiel und in Hadamar ermordet wurde.

Gedenken:

Der Name von Oskar Jetzschmann findet sich auf der Ehrentafel, die die GdED am 9. Mai 1983 für während der NS-Zeit ermordete Eisenbahngewerkschafter in ihrer damaligen Zentrale in Frankfurt (Main) einweihte.

Anlässlich des 90. Todestages von Oskar Jetzschmann (senior) sowie des 125. Geburtstags- und 85. Todestages seines Sohnes Oskar Jetzschmann (junior) veröffentlichte die EVG einen Artikel in ihrer Mitgliederzeitschrift. Der Artikel ist außerdem auf den Seiten des Arbeitskreises Geschichte der EVG online einsehbar.



Quellen:

  • Siegfried Mielke/Stefan Heinz, Eisenbahngewerkschafter im NS-Staat. Verfolgung – Widerstand – Emigration (1933-1945)
  • Hessisches Landesarchiv Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Signatur 518/74948, Entschädigungsakte Oskar Jetzschmann, zugleich Quelle sämtlicher Bilder
  • E-Mail der Gedenkstätte Hadamar, Madeleine Michel, M.A. an Eberhard Podzuweit, 8.9.2025