Stolperstein, der in Gedenken an Samuel Finkels verlegt wurde

Finkels, Samuel


Biografische Daten:

Bild des Stolpersteins für Samuel Finkel bei der offiziellen Verlegung am 11. Juni 2021.
Bild des Stolpersteins für Samuel Finkel bei der offiziellen Verlegung am 11. Juni 2021.
Name:Finkels, Samuel
Geboren:14. September 1882 in Berlin
Beruf:Eisenbahnschaffner
Wohnort:zuletzt: Lichtenberg, Eberhardstraße 65
Bahnbeginn:vor 1920
Gewerkschaft:nicht bekannt
Funktion:keine bekannt
Partei:nicht bekannt
Funktion:keine bekannt
Widerstand:nichts bekannt
Verfolgung:aus rassischen Gründen verfolgt, am 4.10.1938 wegen „Rassenschande“ verhaftet und verurteilt, nach Strafverbüßung ins Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt
Gestorben:Samuel Finkels starb am 17. November 1940 im KZ Sachsenhausen. Seine genauen Todesumstände sind nicht bekannt.

Gedenken:

Am 11. Juni 2021 wurde an seinem letzten frei gewählten Wohnort, der Eberhardtstraße 65/66 in Berlin-Lichtenberg, ein Stolperstein für Samuel Finkels verlegt.

Biographie:

Zu Samuel Finkels gibt es nur sehr wenige Angaben, die über ihn und sein Schicksal Auskunft geben. Bekannt ist, dass er zur jüdischen Gemeinde Berlins gehörte und bereits 1930 unter obiger Adresse als Eisenbahnschaffner im Berliner Adressbuch aufgeführt war. Auch 1933 weist das Berliner Adressbuch diese Angaben aus. Dasselbe gilt für das Jahr 1938, in dem sein Name abermals unter derselben Adresse auftaucht. Allerdings stand daneben lediglich noch „Hilfsschaffner“ als Berufsbezeichnung, was ein eindeutiges Indiz dafür ist, dass er eines der Opfer der nazistischen Rassepolitik wurde. In seinem Fall zählte er zu den Menschen, die in ihrem Berufsleben herabgewürdigt und auf diese Weise gedemütigtwurden. Im Berliner Adressbuch des darauffolgenden Jahres ist sein Name nicht mehr zu finden – Ein Hinweis darauf, dass er zu den Opfern der Novemberpogrome zählte und die Nationalsozialisten ihn in diesem Zusammenhang ins KZ Sachsenhausen sperrten.

Bilder von der Stolpersteinverlegung am 11. Juni 2021

Quellen:

  • „Lichtblicke“, Netzwerk für Demokratie Berlin Lichtenberg
  • Bilderquelle: EVG Berlin