Dlouhy, Josef


Biografische Daten:

Name:Dlouhý, Josef
Geboren:29. Mai 1892 in Beraun (heute: Beroun, Tschechien)
Beruf:Weberei-Arbeiter; Zementarbeiter; Zugführer
Wohnort:zuletzt: Prag 15 – Podah, Podalskinansesti 549
Bahnbeginn:1919
Gewerkschaft:Christlicher / Katholischer Eisenbahnerverband der ČSR
Funktion:Vorstand der Ortsgruppe Werschowitz (heute: Vršovice, Tschechien)
Partei:parteilos
Funktion:Mitglied der „Nationalen Bruderschaft“ (Národní Souručenství)
Widerstand:im Januar 1940 Beteiligung an der Fluchthilfe für Ladislav Karel Feierabend (Landiwrtschaftsminister) der sich alsdann der Exilregierung anschließt; außerdem Fluchthilfe für mindestens eine Person jüdischer Herkunft
Verfolgung:Festnahme am 22. Februar 1941; nach Hauptverhandlung vom 15. und 16. Juni 1942 durch den 1. Senat des „Volksgerichtshofes“ wegen „Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt.
Gestorben:Das Urteil wurde am 3. November 1942 in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee vollstreckt und Josef Dlouhý ermordet.

Gedenken:

Josef Dlouhý wurde in das Ehrenbuch der Opfer von Berlin-Plötzensee aufgenommen.

Quellen:

  • Totenbuch der Opfer von Berlin-Plötzensee, Eintrag zu Josef Dlouhý, online einsehbar
  • Alfred Gottwaldt, Eisenbahner gegen Hitler. Widerstand und Verfolgung bei der Reichsbahn 1933 – 1945
  • Urteil 1H 63/42 — 12J 198/41g, in: Nationalsozialismus, Holocaust, Widerstand und Exil 1933-1945. Online-Datenbank, De Gruyter, 19.01.2019