Für Josef Becker verlegter Stolperstein in Solingen

Becker, Josef


Biografische Daten

Für Josef Becker verlegter Stolperstein in Solingen
Für Josef Becker verlegter Stolperstein in Solingen
Name:Becker, Josef
Geboren:17. Juli 1905 in Solingen
Wohnhaft:Erbenhäuschen 88 in Solingen Mitte
Berufe:Einschaler, Eisenbahner
Bahnbeginn:nicht bekannt
Gewerkschaft:nicht bekannt
Funktion:keine bekannt
Partei:vermutlich KPD oder KPO / KPD-O
Funktion:keine bekannt
Widerstand:Beteiligung an der Herstellung und Verteilung illegaler Druckmaterialien in einer Widerstandsgruppe der Kommunistischen Partei-Opposition (KPO); Beherbung illegaler Funktionäre
Verfolgung:Festnahm am 1. Mai 1937 in Solingen, Haft im örtlichen Polizeigefängnis, unter dem Vorwurf des Hochverrats Überführung ins Düsseldorfer Polizeigefängnis
Gestorben:Josef Becker starb am 21. Mai 1937 im Polizeigefängnis Düsseldorf, höchstwahrscheinlich an den Folgen der Misshandung durch die NS-Organe.

Gedenken:

Der Name Josef Beckers befindet sich auf der Ehrentafel, die die GdED am 9. Mai 1983 in Gedenken an während der NS-Zeit ermordete Eisenbahngewerkschafter in ihrer damaligen Zentrale in Frankfurt (Main) einweihte.

Darüber hinaus wurde zur Erinnerung an ihn und sein Schicksal vor seinem letzten bekannten Wohnsitz im Erbenhäuschen 88 in Solingen Mitte ein Stolperstein verlegt.

Biographie:

Über Josef Beckers Leben ist wenig bekannt. Er wurde am 17. Juli 1905 in Solingen geboren und arbeitete als Einschaler und Eisenbahner.

In der NS-Zeit engagierte er sich in einer Widerstandsgruppe der Solinger KPO (Kommunistische Partei-Opposition). Unter anderem soll er sich in seiner Heimatstadt an der Herstellung und Verteilung illegaler Druckschriften beteiligt haben. Zudem soll er anderen Widerstandaktivisten Unterschlupf gewährt haben. Er wurde am 1. Mai 1937 zusammen mit weiteren KPO-Anhängern unter dem Vorwurf der „Vorbereitung zum Hochverrat“ festgenommen und zunächst im Solinger Stadthaus inhaftiert. Die Gestapo überführte ihn im Anschluss nach Düsseldorf ins Gefängnis, wo sie ihn schwer misshandelte.

Josef Becker starb am 21. Mai 1937 in Haft, vermutlich an den im Zuge der Misshandlungen erlittenen Verletzungen. Seine mutmaßlichen Mörder gaben allerdings „Selbstmord durch Erhängen“ als Todesursache an.

Quellen:

  • Alfred Gottwaldt, Eisenbahner gegen Hitler. Widerstand und Verfolgung bei der Reichsbahn 1933 – 1945
  • BArch, R 58/2219, R 58/2278 und R 58/3783, Akten des Reichssicherheitshauptamtes
  • Bildquelle: wikipedia.de, Autor: Michael Kramer, CC BY-SA 3.0