Zollikofer, Ludger


Biografische Daten:

Name:Zollikofer, Ludger
Geboren:29. Oktober 1893 in Fischlaken (Ruhrgebiet)
Beruf:Eisenbahner
Wohnort:nicht bekannt
Bahnbeginn:nicht bekannt
Gewerkschaft:DEV / EdED
Funktionen:Übernahme von Funktionen im DEV bzw. ab 1925 im EdED
Partei:USPD (1918/19); KPD (ab 1920)
Funktionen:Stadtverordneter in Essen, zuletzt Leiter der „Internationalen Arbeiterhilfe (IAH)“ im Rhein-Ruhr-Gebiet
Übernahme von Funktionen in der KPD, u. a. gründete er 1922 die KPD-Ortsgruppe in Werden a. d. Ruhr
Leiter der Proletarischen Hundertschaften und RFB-Funktionär im Ruhrgebiet sowie im AM-Apparat tätig.
Widerstand:Funktionär der illegalen KPD; Verbindung mit anderen Organen der illegalen KPD; Widerstand als Aktivist im KZ Sachsenhausen
Verfolgung:am 1.Mai 1933 festgenommen; in das KZ Cleve eingeliefert; bis Ende 1933 „Schutzhaft“ im KZ Esterwegen
Juni 1934 erneut verhaftet, zu einem Jahr und drei Monaten Zuchthaus verurteilt
bei Kriegsausbruch in das KZ Sachsenhausen verschleppt
Gestorben:Ludger Zollikofer wurde am 11. Oktober 1944 wegen illegaler Tätigkeit zusammen mit Ernst Schneller, Matthias Thesen und weiteren 21 Funktionären sowie drei französischen Häftlingen von der SS im KZ Sachsenhausen erschossen.

Gedenken:

Der Name von Ludger Zollikofer wurde im Totenbuch des KZ Sachsenhausen und auf der Gedenktafel verwegigt, die die GdED am 9. Mai 1983 für während der NS-Zeit ermordete Eisenbahngewerkschafter in ihrer damaligen Zentrale in Frankfurt (Main) einweihte.

Quellen:

  • Mielke / Heinz: „Eisenbahngewerkschafter im NS-Staat. Verfolgung, Widerstand, Emigration 1933-1945“